Unsere Programme, mit denen wir auf Friedhöfen zu Gast sind


Foto: Cornelia Borkert

Die besten Beerdigungen der Welt

von Ulf Nilsson und Eva Eriksson · für Menschenkinder jeden Alters

Ester ist meine große Schwester und ich habe sie lieb, auch wenn sie eben eine tote Hummel gefunden hat und beschließt, deshalb ein Beerdigungsinstitut zu gründen: „Für alle toten Tiere, die sonst keiner beachtet, wollen wir die besten Beerdigungen der Welt ausrichten!“, sagt Ester, und schaufelt draußen auf der Lichtung ein richtig tiefes Grab. Na ja, ich dichte lieber für die tote Hummel was Schönes und Putte, mein kleiner Bruder, weint herrlich dazu. Und – zack – fertig ist unsere erste Beerdigung. Da findet Ester die Hausmaus Elvis …

Mit freundlicher Genehmigung des Moritz Verlags.

Es spielen und musizieren: Markward Herbert Fischer · Robby Langer · Max Goeltz


Foto: Robert Jentzsch

Wie im Leben: Oma rief – Opa kam
Ungewöhnliche Todesanzeigen zum (Tot)lachen

nach Motiven der Bücher „Aus die Maus“, „Ich mach mich vom Acker“, „Wir sind unfassbar“
sowie der einschlägigen Tagespresse

Authentische Todesanzeigen, der Nachwelt zum Bedenken, da von den Angehörigen Worte gewählt wurden, die Ausdruck ihres Schmerzes sind, ihrer Ratlosigkeit, aber auch des Humors, der Melancholie und manchmal sogar der Erlösung der Betroffenen voneinander.

Eine herrlich heitere Büchervorstellung der bei Kiepenheuer & Witsch verlegten Bücher.

Es spielen und musizieren: Markward Herbert Fischer · Robby Langer


 

Ein Stern namens Mama
Eine traurige, aber erlösend tröstliche Geschichte für alle Menschenkinder ab zehn Jahre.

von Caren Susan Fessel

Alle tuscheln. Niemand redet mit mir. Und dann höre ich dieses Wort: Krebs. Mama hat Krebs. Und sie wird sterben. Aber was ist das – Krebs? Und was Sterben? Mama sagt mir, dass sie nie weg sein wird, auch wenn sie eines Tages nicht mehr da ist, denn dann ist sie ein Stern und guckt vom Himmel herab zu mir und Papa, ob alles klappt mit der Schule und der Wäsche zum Beispiel. Ich will davon nichts hören, denn Mama lebt und ich genieße die Zeit mit ihr und überhaupt – eines Tages ist sie wieder gesund.
Das war vor einem halben Jahr. Und heute? Ist Mama ein Stern, deshalb feiere ich meinen elften Geburtstag ohne sie, aber zusammen mit Papa, meinen Freunden, Oma und Opa um sieben, wenn es dunkel wird …

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Es lesen: Heike Bittner · Markward Herbert Fischer · Christian Mögel


Foto: Martin Kaden

Wer hat Gogols Schädel gestohlen
Kleine Kulturgeschichte des Todes im Russland des frühen 20. Jahrhunderts

Ein Friedhof ist kein Ort wie jeder andere. Hier treffen sich Menschen, um Abschied von den Verstorbenen zu nehmen und ihrer zu gedenken, aber auch einander zu begegnen, um im Reden oder Schweigen miteinander die Trauer gemeinsam zu verarbeiten und neuen Lebensmut zu schöpfen.

Wie lebendig ein Friedhof sein kann, möchten wir Ihnen mit einer außergewöhnlichen Veranstaltung gerne beweisen: Spazieren Sie gemeinsam mit uns über IHREN Friedhof und erleben Sie diesen Ort des Lebens, diesen „Raum der Erinnerung“ einen Nachmittag lang mit einem beseeltem Herzen:

Erfahren Sie,
wie eine Beerdigung bei minus 35 Grad gemeistert wird,
dass Friedhofsbettelei eine erstzunehmender Erwerbstätigkeit ist und
warum auch Sie die kleine finanzielle Ausgabe nicht scheuen und gleich jetzt das Elixier des ewigen Lebens kaufen sollten.

Erleben Sie,
dass ein Testament gebrochen werden muss, wenn damit nach dem Tode der guten Sache besser gedient ist.

Spüren Sie 
die Herzenswärme russischer Abschiedspoesie selbst durch steingewordene Epitaphe.

Genießen Sie
unter Anleitung den gut gekühlten, tiefen, vierzigprozentigen Sinn in all den Trinksprüche auf den teuren Toten und einen köstlichen warmen Leichenschmaus obendrein.

Und staunen Sie,
dass selbst die Grabmalgesteine links und rechts unseres Spaziergangs, seien sie schwarz oder weiß, grau oder rot, bläulich oder grünlich, die Geschichte Ihres Friedhofs gesteinsbunt erzählen – dank unseres Begleiters, des Geologen Martin Kaden (Senckenberg Dresden).

So heiter und lebensbejahend haben Sie Ihren Friedhof noch nie erlebt!


Foto: Christoph Schieder

Lothars Wohnung
oder
Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg

Ein berührendes literarisch-fotografisches Epos auf das Leben

Wir haben uns eingerichtet in unseren vier Wänden, wir leben darin, und doch ist es nur ein Zuhause auf Zeit. Was bleibt, sind Gegenstände, in denen unser vergangenes Leben gespeichert ist – neben den alltäglichen Selbstverständlichkeiten wie Bett und Tisch auch Dinge, die für uns Erinnerungen waren oder Geschenke, und in denen schöne wie traurige Geschichten verborgen sind, die wir nicht mehr erzählen können. Mehr noch: Was für uns einst wichtig war, dass wir es unserer kleinen Lebewelt erhalten wollten oder mussten – schon unseren Kindern erscheinen die einstigen Landmarken unserer Biografien wie Urkunden und Medaillen, der vertrocknete Hochzeitsstrauß oder die Gemälde unserer Kinder und Enkelkinder, die geliebte Büchersammlung oder das gute Porzellan kaum wert, einen mit Bedacht gewählten neuen Platz in ihrem Leben zu bekommen.

Aber ist dieser praktikable Lebensansatz gleichzeitig auch ein guter?

„Lothars Wohnung“ oder „Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg“ erzählt auf heitere wie besinnliche Weise, dass ein Nachzudenken darüber, wie mit den überkommenen Habseligkeiten der Gestorbenen umgegangen werden soll, auch ein Nachdenken über die eigene Endlichkeit ist, und dass jeder Mensch tatsächlich vergangen ist, wenn niemand mehr an ihn denkt.

Mit freundlicher Genehmigung der Autoren Christoph Schieder („Lothars Wohnung“)
und Hans-Jürgen Heinicke („Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg“).

Es spielen: Markward Herbert Fischer und Moritz Töpfer

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