Foto: Robert Jentzsch


Foto: Chris­toph Schieder

„Lothars Woh­nung“ oder „Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg“
Ein berüh­ren­des lite­ra­risch-foto­gra­fi­sches Epos auf das Leben

Wir haben uns ein­ge­rich­tet in unse­ren vier Wän­den, wir leben dar­in, und doch ist es nur ein Zuhau­se auf Zeit. Was bleibt, sind Gegen­stän­de, in denen unser ver­gan­ge­nes Leben gespei­chert ist – neben den all­täg­li­chen Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten wie Bett und Tisch auch Din­ge, die für uns Erin­ne­run­gen waren oder Geschen­ke, und in denen schö­ne wie trau­ri­ge Geschich­ten ver­bor­gen sind, die wir nicht mehr erzäh­len kön­nen. Mehr noch: Was für uns einst wich­tig war, dass wir es unse­rer klei­nen Lebe­welt erhal­ten woll­ten oder muss­ten – schon unse­ren Kin­dern erschei­nen die eins­ti­gen Land­mar­ken unse­rer Bio­gra­fien wie Urkun­den und Medail­len, der ver­trock­ne­te Hoch­zeits­strauß oder die Gemäl­de unse­rer Kin­der und Enkel­kin­der, die gelieb­te Bücher­samm­lung oder das gute Por­zel­lan kaum wert, einen mit Bedacht gewähl­ten neu­en Platz in ihrem Leben zu bekommen.

Aber ist die­ser prak­ti­ka­ble Lebens­an­satz gleich­zei­tig auch ein guter?

„Lothars Woh­nung“ oder „Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg“ erzählt auf hei­te­re wie besinn­li­che Wei­se, dass ein Nach­zu­den­ken dar­über, wie mit den über­kom­me­nen Hab­se­lig­kei­ten der Gestor­be­nen umge­gan­gen wer­den soll, auch ein Nach­den­ken über die eige­ne End­lich­keit ist, und dass jeder Mensch tat­säch­lich ver­gan­gen ist, wenn nie­mand mehr an ihn denkt.

Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung der Autoren Chris­toph Schie­der („Lothars Wohnung“)
und Hans-Jür­gen Hei­ni­cke („Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg“).

Lite­ra­tur­thea­ter Dres­den · Mark­ward Her­bert Fischer und Moritz Töpfer